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Der diesjährige Mitgliederausflug führte die Unabhängige Wählergemeinschaft Sulzbach-Soden-Dornau (UWG) am Samstag, 15. November, in die nahegelegene Marktgemeinde Großostheim.

Rund 25 Mitglieder und Interessenten fanden sich am frühen Nachmittag auf dem zentralen Marktplatz ein, wo die historische Führung startete. Ewald Lang, der Vorsitzende des Geschichtsvereins Großostheim, ließ die Gruppe dabei tief in die Geschichte Großostheims eintauchen.

Erste Station war das „Nöthigsgut“ direkt am Marktplatz, ein von den Mainzer Dompröpsten ab ca. 1400 als Lehen vergebenes Hofgut und heute Kulturzentrum mit Museum, Musikschule und dem Gotischen Haus von 1421 (das älteste Fachwerkgebäude im Landkreis Aschaffenburg).

Als zweite Station besichtigte die Gruppe die Pfarrkirche „St. Peter und Paul”, die um 1250 erbaut wurde und heute verschiedene Elemente von der Romanik über Gotik bis hin zum Barock vereint. Die dreischiffige Basilika beindruckt durch ihre Höhe mit 2 Emporen und barocken Deckengemälden und birgt eine Fülle erlesener Kunstwerke, darunter den Altar „Beweinung Christi“ aus der Werkstatt des großen fränkischen Bildhauers Tilman Riemenschneider und eine reich verzierte barocke Kanzel.

Neben den optischen Eindrücken kam die Gruppe auch in den musikalischen Genuss der Orgel, da Ewald Lang nicht nur mit seinem historischen und kunsthistorischen Wissen glänzte, sondern auch als Mann vom Fach die Orgel hervorragend beherrschte und eine Kostprobe seines Könnens bot.

Weiter ging es danach dann durch das „Schwarzviertel“ unterhalb der Kirche mit seinen engen Gassen und niedrigen Fachwerkhäusern. Hier und an anderer Stelle wurde auf die traditionellen Sandsteinmauern mit ihren „Bischofsmützen“ (im Querschnitt dreieckig zugehauene Sandsteine) als Schutz vor Feuchteschäden verwiesen.

Zeichen der Wehrhaftigkeit sind die Reste der Ortsbefestigung mit drei noch erhaltenen Wehrtürmen. Neben dem sog. „Hexenturm“ sind dies der „Stumpfe Turm“ und der „Spitze Turm“. Letzerer, der eine Gesamthöhe von 28 m aufweist, wurde dann zum Abschluss noch erklommen. Die tapferen Treppensteiger wurden mit einem guten Rundumblick auf Großostheim und die Umgebung belohnt.

Neben der Kultur kam aber auch die Geselligkeit nicht zu kurz: Zum einen legte die Gruppe einen Zwischenstopp in einer örtlichen „Häckerwirtschaft“ ein und nach Abschluss des historischen Rundgangs kehrten alle in ein Restaurant in der Nähe des Marktplatzes ein, wo man sich bei gutem Essen noch über Kultur, Ortsgeschehen und natürlich auch die Ortspolitik (von Sulzbach) austauschen konnte.

Alles in allem ein wirklich hochinteressanter Ausflug unter kompetenter und kurzweiliger Leitung von Ewald Lang mit gemütlichem Abschluss in geselliger Runde.